Johanne macht aus ihrer Freude am Selbermachen gemeinsame kreative Nachmittage. Sie probiert Ideen aus, gibt ihr Wissen weiter und lädt andere ein, mitzumachen. Genau das möchten wir mit 99active möglich machen: Menschen teilen, was sie gerne tun, und lernen dabei einander kennen. Johanne gehört als Praktikantin zu unserem Team und hat schon viele eigene Moments angeboten. Hier erzählt sie vom Anfangen, Ausprobieren und von Pflanzen, die zum Glück kein Wasser brauchen.
Hi, ich bin Johanne
Ich finde, manchmal braucht es nur eine Idee, ein paar Materialien und besonders den Mut, einfach anzufangen. Schon immer hat es mir Freude gemacht, anderen Menschen etwas beizubringen und sie für kreative Projekte zu begeistern. Ich mag diese Momente, in denen aus einer kleinen Idee etwas Eigenes entsteht. Etwas, das eben noch gar nicht da war und das man plötzlich in den Händen hält.
Ich bin Studentin und lade dich neben meinem Studium zu kreativen Moments in Leipzig ein. Wir sitzen in einer kleinen Runde zusammen, probieren aus, stellen Fragen und lernen voneinander. Du kannst auch alleine dazukommen und zum ersten Mal eine Häkelnadel oder einen Pinsel in die Hand nehmen. Ich zeige dir die Schritte, und wir schauen gemeinsam, was daraus wird.
Vom gespeicherten Post zum ersten Versuch
Meine Inspiration finde ich oft auf Social Media. Ein Schmuckstück, eine besondere Farbkombination oder eine Idee mit Materialien, die vielleicht schon zu Hause liegen. Du kennst das vielleicht: schnell abgespeichert, unbedingt irgendwann machen. Der Ordner mit den schönen Ideen wird voller. Der Basteltisch bleibt erst mal leer.
Wenn mir eine Idee nicht mehr aus dem Kopf geht, probiere ich sie aus. Zuerst entstehen kleine Prototypen. Ich teste Materialien, verändere etwas und schaue, was funktioniert. Nicht alles sieht gleich so aus wie auf dem Bildschirm. Manchmal passt etwas nicht zusammen oder ein vermeintlich einfacher Schritt hat doch seine ganz eigene Vorstellung von „einfach“.
Dann versuche ich es noch einmal anders. Mit jedem Versuch werden die Handgriffe vertrauter, die Ergebnisse schöner und ich selbst sicherer. Irgendwann weiß ich auch, an welcher Stelle ich anderen helfen kann, weil ich dort selbst erst einmal festhing. Und dann kommt dieser Gedanke: Das wäre doch schön, wenn wir das beim nächsten Mal gemeinsam ausprobieren.
Farbe auf Klamotten, Pflanzen ohne Gießplan
So sind schon ganz unterschiedliche kreative Moments zusammengekommen. Beim Upcycling mit Acrylfarbe geben wir alten Kleidungsstücken einen neuen Look. Beim Collagen-Workshop laden Michelle und ich zum gemeinsamen Schnippeln, Kleben und Kombinieren ein. Alle arbeiten an ihrem eigenen Stück, und die Ideen wandern über den Tisch. Was vorher lose dort lag, findet plötzlich zusammen.
Auch Pflanzen häkeln, Sonnenfänger gestalten und Armbänder aus Second-Hand-Knöpfen machen gehören zu meinen Moments. Dabei begleite ich dich von der ersten Masche oder der Auswahl deiner Lieblingsknöpfe bis zu deinem eigenen kleinen Werk. Die gehäkelten Pflanzen sind besonders pflegeleicht: kein Gießen, keine Diskussion über den richtigen Standort und kein trauriger Abschied nach zwei Wochen. Ein grüner Daumen darf beim Häkeln also gerne fehlen.
Neu dazu kommt Makramee: Wir lernen gemeinsam die Knoten, und du knüpfst in deinem Tempo eine eigene Pflanzenampel. Die bietet dann sogar den echten Pflanzen einen schönen Platz. Fürs Gießen bleibt allerdings jemand anderes zuständig.
Hier bekommst du einen Einblick in meine kreativen Moments:
Ein Termin macht aus „irgendwann“ einen Anfang
Die größte Herausforderung ist für mich oft, eine Idee tatsächlich umzusetzen. Im Kopf klingt ein Projekt manchmal nach viel mehr Kraft und Aufwand, als es am Ende braucht. Ein gemeinsames Treffen zu einer festen Zeit hilft mir dabei, loszulegen. Ich bereite die Materialien vor, überlege mir die Schritte und nehme mir bewusst Zeit dafür.
Für meine kreativen Runden in Leipzig nutze ich unter anderem den Barbereich im Seaside Park Hotel. Ein gemütlicher Ort, ein gemeinsamer Tisch und etwas Zeit: So bekommt eine Idee ihren Platz im Alltag.
Vielleicht kennst du das auch aus dem Studium. Zwischen Vorlesungen, Abgaben und allem anderen bleibt manches beim guten Vorsatz. Dabei beschäftigst du dich vielleicht längst mit etwas, das andere gerne lernen würden. Die ersten Maschen häkeln, Schmuck machen oder ein altes Kleidungsstück umgestalten. Aus etwas, das du ohnehin gerne machst, kann ein eigener kleiner Workshop werden.
Johanne im Video
Hier lernst du mich noch ein bisschen näher kennen.
Mit etwas Selbstgemachtem und einem guten Gefühl nach Hause
„Ich kann das selbst schaffen.“ Genau dieses Gefühl möchte ich weitergeben. Dafür muss nicht alles von Anfang an perfekt sein. Viel schöner finde ich, wenn jemand etwas Neues ausprobiert und am Ende merkt, was in den eigenen Händen steckt.
Gemeinsam kreativ zu sein bedeutet für mich auch, voneinander zu lernen. Ich zeige eine Technik, jemand anderes hat eine Idee dazu, auf die ich selbst noch gar nicht gekommen bin. Wir beginnen mit ähnlichen Materialien und am Ende sehen die Ergebnisse trotzdem ganz unterschiedlich aus.
Dabei kommt man leicht ins Gespräch: über die Farben, den nächsten Schritt oder das, woran die Person gegenüber gerade arbeitet. Man hilft sich, lässt sich inspirieren und lernt ganz nebenbei neue Menschen in Leipzig kennen.
Vielleicht gehst du mit einem selbst gemachten Schmuckstück nach Hause oder mit einer Pflanze, die dir auch eine längere Urlaubsreise verzeiht. Und mit diesem kleinen, ziemlich schönen Stolz: Das habe ich selbst gemacht. Daraus kann sogar die Lust entstehen, anderen etwas von deinem eigenen Können zu zeigen. Komm gerne dazu, auch allein. Ich freue mich, wenn wir uns beim gemeinsamen Werkeln kennenlernen.